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Psychische Störungen – Vorurteile abbauen, Fakten vermitteln

27.03.2025  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa).

Laut Psychreport der DAK-Gesundheit haben im vergangenen Jahr Depressionen zu einem Anstieg der Fehltage um 50 % im Vergleich zu 2023 geführt. Psychische Störungen gehen oft mit hohem Leidensdruck für die Betroffenen und immer noch mit Stigmatisierung einher.

Daher benötigen auch Betriebe solides Wissen zu psychischen Störungen, das zum Abbau von Vorurteilen führt. „Gerade weil Depressionen keine Ausnahmeerscheinung sind und sie die Betroffenen massiv in Lebensqualität und Leistungsfähigkeit einschränken können, sollten auch Betriebe sensibilisiert und aufgeklärt sein“, erklärt Dr. Catharina Stahn, wissenschaftliche Expertin am ifaa. Die Handlungshilfe Psychische Störungen in der Arbeitswelt - Erkennen, Ansprechen, Unterstützen des ifaa fasst wesentliche Informationen zum Thema psychische Störungen zusammen. Sie richtet sich explizit an Führungskräfte, die sich der Thematik nähern möchten.

Der Umgang mit einer psychischen Störung kann für Betroffene und ihr Umfeld mit Unsicherheit und auch Gefühlen von Scham verbunden sein. So können Berührungsängste entstehen, die es mitunter erschweren, dass schnellstmöglich eine passende Behandlung erfolgen kann.

Betriebliche Prävention

An dieser Stelle kann die betriebliche Prävention ansetzen: Ein wesentlicher erster Schritt ist, dass sowohl Führungskräfte als auch Beschäftigte informiert und für das Thema sensibilisiert werden. Das Leitprinzip sollte „Fakten statt Vorurteile“ lauten, so dass klar ist:

  • Was sind psychische Störungen?
  • Wie können sich diese im Arbeitsumfeld zeigen?
  • Welche professionellen Hilfsangebote gibt es für Betroffene?

„Wichtig ist, dass die Verantwortung der Führungskräfte nicht darin besteht, Diagnosen zu stellen oder die Symptome spezifischer psychischer Störungen zu kennen – das ist Aufgabe von Fachleuten. Vielmehr können sie unterstützen, indem sie ihre Beschäftigten ansprechen, wenn ihnen Veränderungen im Verhalten oder in der Leistung auffallen. Es zählt das Signal: Ich bin da für dich, ich höre dir zu”, betont Stahn.

Bild: Nathan Cowley (Pexels, Pexels Lizenz)

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